Schulatelier Grundschule Barbara

Juni 2023

Die Rolf & Hella Becker Stiftung fördert im Schuljahr 2023/24 die Fortführung des Schulateliers an obiger Grundschule in Zusammenarbeit mit einer Schulkünstlerin die im Rahmen der Stiftungsaktivität zwischenzeitlich den Master „Kulturelle Bildung in Schulen“ erfolgreich erworben hat.

„ Lernen durch Erfahrung, mit Kopf, Herz und Hand sind ein Schatz, nicht nur in der Kindheit, auch im Jugendalter und oft tragend und prägend für das Leben“

Das Schulatelier an der Barbara Grundschule in Trier eröffnet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, gemeinsam mit der Schulkünstlerin neue Erfahrungswelten zu erschließen. Letztere können sowohl die Ebenen der sinnlich-körperlichen, der spielerischen und der kognitiven Erfahrung in der gemeinsamen Erkundung in der Schülergruppe umfassen. Ein weiteres Merkmal bei diesem Erkundungs- und Erarbeitungsprozess ist die Freiwilligkeit.

Die Schülerinnen und Schüler begegnen einem je spezifischen Material und setzen sich mit diesem auseinander. In diesem selbstbestimmten Prozess kreieren , erarbeiten, stellen sie Gegenstände her, die Ergebnis eines gemeinsamen Erarbeitungsprozesses im Klassenverband sind. Der zur Verfügung stehende Raum der kreativen Selbstentfaltung eröffnet Möglichkeiten der sinnlichen Erfahrung. Über das gemeinsame Tun in der Gruppe oder in Partnerarbeit werden Entwicklungsprozesse initiiert, die beflügeln und zum Experimentieren anregen.

Die Möglichkeit, dass sich im Schulatelier alle Beteiligten auf selbst gewählte Wege und in selbst bestimmte Räume begeben können, eröffnet für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen eigenen Blick auf die Welt werfen zu können. Wird dieser Prozess durch vielfältige Materialien, die zur Verfügung stehen begleitet, so trägt dieses nicht nur zur Entscheidungsfindung bei, sondern es geht von der Materialauswahl die zu treffen ist, ein herausfordernder, anregender und motivierender Impuls aus.

Dieses Potenzial für den Lern- und Erarbeitungsprozess zu nutzen, ist die Rolle der Künstlerin/ des Künstlers. Ebenso  die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und in ihrer eigenen ästhetisch forschenden Haltung sensibel zu begleiten. Auch das Sensibilisieren bezogen auf den Werkstoff, um eigene Wege zu gehen, ist Gegenstand des Lern- und Erarbeitungsprozesses.

In der selbstständigen Umsetzung des individuell beschlossenen Vorhabens manifestiert sich dann gegenständlich der kreative Erarbeitungsprozess, an dessen Ende das Objekt steht,  welches in einer selbst bestimmten Handlung im Schulatelier von den Schülerinnen und Schülern erstellt wurde. In einem abschließenden Prozess sollte in der Lerngruppe der erstellte Gegenstand erklärt und vertreten werden. Dieser, die Identität stärkende Prozess des freien Agierens vor der Klasse, das Erläutern der Arbeitsschritte  und die Präsentation des Gegenstandes aufgrund je spezifischer Überlegungen, stärkt die jeweilige Schülerin / den jeweiligen Schüler in der Lerngruppe.

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